OPC - Ein außergewöhnliches Antioxidans

in den letzten Wochen hat unser Lexikon für Naturheilkunde an Umfang erheblich zugenommen. Das ist auch auf Ihre Hilfe und Unterstützung zurückzuführen. Wir haben aus dem Kreis der Besucher unserer Webseiten viele interessierte Anregungen bekommen. Auf diesem Wege möchte ich mich noch einmal für diese wertvolle Unterstützung bedanken.

Nachdem ich Ihnen schon in einigen unserer letzten Gesundheitsbriefe über freie Radikale und Antioxidantien berichtet habe, möchte ich Ihnen heute unser wirksamstes Antioxidans noch einmal gesondert und ausführlich beschreiben. Ich möchte Ihnen unser OPC besonders ans Herz legen, weil es ein außergewöhnliches Präparat ist. Sie sollten jeden Tag ein bis zwei Kapseln dieses Antioxidans einnehmen.

In der Folge verrate ich Ihnen warum:

Was ist OPC?

OPC ist die Abkürzung für oligomere Procyanidine und diese Stoffe gehören zu den Flavanoiden. Man bezeichnet diese Stoffe auch als sekundäre Pflanzenstoffe, die von den Pflanzen als Abwehrstoffe gegen schädliche äußere Einflüsse wie UV-Einwirkung, Bakterien und Viren oder Fraßfeinde eingesetzt werden. Außerdem spielen sie eine Rolle bei der Wachstumssteuerung und der Farbbildung. Der Begriff „sekundär“ wird verwendet, um sie von den sogenannten „primären“ Pflanzenstoffen (das sind Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette) abzugrenzen. In ihrer Bedeutung für den Menschen sind sie aufgrund ihrer gesundheitsfördernden Wirkung jedoch keineswegs „sekundär“. Im Gegenteil: Sie haben einen sehr wesentlichen Einfluss auf die Gesundheit des Menschen.

Vorkommen

OPC kommt in vielen pflanzlichen Nahrungs- und Genussmitteln vor, meistens ist es in der Schale oder der Rinde am höchsten angereichert. Durch das Schälen von Obst und Gemüse geht dieser wertvolle Pflanzenstoff meist verloren. OPC findet sich auch in hohen Konzentrationen in Rinde, Wurzel, Blatt und Frucht von Holzgewächsen. Im Grunde also stets an den Stellen der Pflanzen, an denen ihre Abwehrkräfte gegen äußere Einwirkungen am stärksten sein müssen. Auch Propolos, das Kittharz der Bienen, enthält je nach Ursprungsregion hohe Konzentrationen von OPC. Viele pflanzliche Arzneidrogen wie z.B. Weßdorn, Gingko, Heidelbeeren usw. enthalten ebenfalls große Mengen an OPC und viele positive Wirkungen sind auf diesen Inhaltsstoff zurückzuführen.

Freie Radikale und Antioxidantien

Freie Radikale mit ihren Folgeerkrankungen bekommen immer mehr Aufmerksamkeit von den Wissenschaftlern. Anerkannte Umweltmediziner führen bereits mehr als 200 Erkrankungen und auch den Alterungsprozess selbst auf eine erhöhte Belastung mit freien Radikalen und damit auf Oxidation zurück. Aggressive, hochreaktive Stoffe bilden im Körper biologisch nicht vorgesehene Stoffe und schaden so dem menschlichen Körper. Diese „freien Radikale“ attackieren empfindliche Aminosäuren, Fette, Zellmembranen und selbst die Erbsubstanz DNS. Dabei entstehen für den Körper sehr schädliche Substanzen und zerstörte Zellen. So entstehen Schlacken im Körper – quasi Mülldeponien - , welche die natürlichen Funktionen blockieren und den Körper durch Abgabe schädlicher Stoffe ständig belasten. Demgegenüber stehen so genannte Antioxidantien wie beispielsweise OPC, welche diese freien Radikale abfangen und so die Kette unterbrechen.

Es gibt die unterschiedlichsten Quellen für freie Radikale: Das sind zum Beispiel Stoffwechselbelastungen, Erkrankungen, Umwelt- und Genussgifte, Schwermetalle, Stickoxyde, Reizgase, Umweltchemikalien, UV-Strahlung, physischer und psychischer Dauerstress  und viele weitere Ursachen.

Zunehmend werden freie Radikale auch durch denaturierte Nahrungsmittel schon bei deren Anbau, bei der Verarbeitung und Herstellung begünstigt, weil diverse zusätzlich belastende Chemikalien eingesetzt werden, weil vermehrt unnatürliche Nahrungsmittelzusatzstoffe (Konservierungs-, Farb- und Geschmacksstoffe) verwendet werden oder weil gar manche Nahrungsmittel radioaktiv bestrahlt werden, um die Haltbarkeit zu erhöhen.

Alles das trägt zur vermehrten Bildung freier Radikale bei.

Anwendungsgebiete

Aufgrund dieser Tatsachen leitet sich ein breites Anwendungsgebiet von OPC ab, welches auch in der Praxis bereits seine Bestätigung findet:

  • Degenerative Augenprobleme wie Makuladegeneration (Netzhautschädigung), trockene Augen, Bindehautentzündung, grauer Star
  • Tinnitus (Ohrenklingeln)
  • Kapillare Durchblutungsstörungen wie kribbelnde, schmerzende Arme und Beine
  • Durchblutungsstörungen, Übersäuerungen, Leistungsschwäche
  • Ischiämie (mangelnde Blutversorgung einzelner Organe) und Hypoxie (Sauerstoffmangel in den Geweben)
  • Venenprobleme, schlechte Durchblutung der Kapillaren, Thrombosen
  • Ödeme und Schwellungen
  • Arteriosklerose
  • Herzschwäche, Kreislaufprobleme
  • Störung der Membranstruktur und der Membranfunktion
  • Chronische Entzündungen
  • Hautprobleme
  • Vorzeitiges Altern
  • Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche
  • Diabetes mellitus Typ II und andere Stoffwechselstörungen
  • Degenerative Gelenkserkrankungen wie Arthritis, Arthrose oder Verletzungen der Bänder
  • Immunschwäche

OPC unterstützt die Wirkung anderer Vitamine

OPC unterstützt in außerordentlicher Weise die Wirkung anderer zellschützender und antioxidativ wirkender Vitamine wie zum Beispiel Vitamin-C und E und sollte deshalb immer gemeinsam mit diesen Vitaminen genommen werden.

Außerdem soll OPC nach vorliegenden Studien in der Lage sein, auch freie Metalle im Körper zu binden. Freie Metalle werden als zusätzlicher Katalysator für freie Radikale angesehen. OPC ist somit ein natürlicher Chelatbildner.

OPC, das wirksamste natürliche Antioxidans, kann alle Körperzellen einschließlich der des Gehirns schützen. Die intensivsten Studien dieser positiven Wirkungen wurden jedoch im Bereich der Stärkung von Blutgefäßen unternommen, für die OPC in Frankreich schon über 40 Jahre lang verwendet wurde. OPC gibt effektiven antioxidierenden Schutz für Gefäßsysteme, Arterien, Venen und Lymphgefäße.

OPC gibt den Körperzellen durch seinen radikalvernichtenden Effekt und seine schnelle Diffusion ins Bindegewebe effektiven Schutz vor den schädlichen Wirkungen freier Radikale und reaktiver Moleküle, welche Zellstrukturen verändern und das ursprüngliche Gewebemilieu stören können.

Resorption und Aufnahme

Untersuchungen haben ergeben, dass OPC zu einem erheblichen Teil resorbiert wird. Das ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute therapeutische Wirkung. Studien weisen sogar darauf hin, dass OPC in der Lage sein soll, die sogenannte Blut/Hirn-Schranke zu passieren, weshalb OPC seine antioxidative Wirkung auch im Gehirn und Zentralnervensystem entfalten kann. Es liegt eine Verteilung zugunsten des gesamten Gewebes vor und OPC gelangt bis in den Herzmuskel.

Nebenwirkungen

Die Gabe von Extrakten aus Pinienrinden sollte bei Kindern vermieden werden. Auch während der Schwangerschaft oder der Stillzeit sollte das Präparat ohne den Rat eines Therapeuten nicht eingenommen werden.