Die Grippe und das weite Feld der Statistik

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Liebe Leserinnen und Leser,

Seit Jahren wird uns vom Robert-Koch-Institut berichtet, dass jedes Jahr etwa 15.000 Menschen an der Grippe sterben. Ich habe dazu beispielhaft zwei Meldungen „gegoogelt“ und sie weiter unten als Bespiel 1 und 2 gekennzeichnet. Seit Jahren frage ich mich aber auch, warum mir in meinem Umfeld keine Fälle bekannt geworden sind. In meinem Umfeld sind mir im Laufe meines Lebens viele Fälle von Krebs, Herzanfall, Schlaganfall und Verkehrsunfall bekannt geworden. Nie aber auch nur ein einziger Fall von Tod durch Grippe. Aber wenn es doch so viele Grippetote gibt? Warum nicht in meinem Umfeld? In den letzten Wochen habe ich nun die Frage, ob jemand in seinem Umfeld schon mal von Grippetoten gehört hat, immer wieder neu gestellt. Und siehe da, auch anderen Leuten geht es wie mir. Nein, niemand hat von Grippetoten in seinem Umfeld gehört. Es könnte ja sein, dass alle Menschen, die ich befragt habe, in einem besonders gesunden Umfeld leben, in dem man eben nicht an Grippe stirbt. Schön für diese Menschen. Okay, meine Befragung ist ganz sicher nicht repräsentativ. Aber sie gibt doch Hinweise darauf, dass hier etwas nicht stimmen kann.

Ich möchte heute also meine Frage an Sie weitergeben:

Wie viele Fälle von Tod durch Grippe sind Ihnen im Laufe Ihres Lebens aus Ihrem Umfeld bekannt geworden? Bitte schreiben Sie mir. So oder so.

Natürlich habe ich versucht, diese Frage zu klären. Und dabei bin ich im Internet auf einen interessanten Blog gestoßen, den ich Ihnen heute zusenden möchte:

Die Grippe und das weite Feld der Statistik

Montag, November 14, 2005

Ich habe weiter unten schon auf das Problem der ungenauen Zahl der Grippetoten hingewiesen. Doch das Thema hat mich einfach nicht ruhig schlafen lassen. Anscheinend sterben seit dem Ende der neunziger Jahre zwanzig bis vierzig mal mehr Leute am angeblich heimtückischen Influenzavirus.

Ich habe mich gefragt, woher eigentlich diese Zahlen stammen und bin nach ein wenig Suchen direkt auf den Seiten des AGI gelandet. Die Arbeitsgemeinschaft Influenza beschreibt sich auf ihrer Seite so:

"Die AGI ist ein System zur Überwachung der Influenza in Deutschland, durchgeführt vom Robert Koch-Institut, Berlin (Federführung), dem Deutschen Grünen Kreuz, Marburg und dem Nationalen Referenzzentrum für Influenza, Berlin.  Ärzte, die sich beim Internetprogramm der AGI angemeldet haben, können hier ihre Onlinemeldung abgeben. Die Arbeit der AGI wird von 4 pharmazeutischen Herstellern von Influenza-Impfstoffen finanziell unterstützt. Das Robert Koch-Institut selbst erhält keine finanzielle Unterstützung und wird ausschließlich vom Bund getragen. Ein 9-köpfiger Beirat berät die AGI in wissenschaftlichen Fragen."

Wenn ich das richtig interpretiere, dann handelt es sich bei dieser Arbeitsgemeinschaft um eine Plattform zur statistischen Erfassung der Bedrohung durch Influenza, die durch die Hersteller von Impfstoffen finanziert wird. Dazu kann sich der geneigte Leser selber ein Bild machen.

Besonders interessant und verwirrender werden die angeblich erschreckenden Zahlen, wenn man sie sich genauer anschaut. Auf den Seiten des AGI kann man sich einen sog. Saisonbericht herunterladen. Das habe ich mal für das Jahr 2004 gemacht und mich auf die Suche nach den Grippetoten gemacht. Folgendes fand ich in der PDF-Datei:

"Influenzaassoziierte Todesfallschätzungen und damit Vergleiche mit anderen Saisons werden normalerweise mit Hilfe der Mortalitätsdaten des statistischen Bundesamtes ermöglicht. Die endgültigen Ergebnisse der Todesursachenstatistik liegen bisher noch nicht vor. Die Altersgruppe mit der höchsten Influenzaassoziierten Letalität sind die über 65-Jährigen. Da auch die ältere Bevölkerung in der Saison 2004/05 von der Erkrankungswelle erfasst wurde – obwohl nicht in dem Ausmaß wie die jüngeren Altersgruppen – erscheint eine Erhöhung der Gesamtmortalität in den Monaten Februar, März und April wahrscheinlich, auch im Hinblick auf die hohen Hospitalisierungszahlen bei den über 60-Jährigen (8.000 bis 15.000)."

Jetzt lernen wir also, wie sich die Zahlen ergeben. Man nehme sich die Mortalitätsdaten vom statistischen Bundesamt und schätze daraus eine Zahl, die dann überall als Referenz angesehen wird und wie ein Schreckgespenst durch die Presse geistert. Das ist ja geradezu lächerlich und gefährlich! Besonders interessant ist, dass die alten Menschen für diese Statistik herhalten müssen. Die lassen sich da halt besonders gut mit einbeziehen. Auch wenn diese Menschen gar nicht wirklich an der Grippe gestorben sind, sondern an Altersschwäche.

In diesem Dokument folgt sogar eine Tabelle aus der ich mal einen Auszug präsentieren möchte:

Influenzasaison / Übersterblichkeit

  • 1995/96 etwa 32.000
  • 1996/97 etwa 7.000
  • 1997/98 etwa 6.000
  • 1998/99 etwa 20.000
  • 1999/00 etwa 12.000
  • 2000/01 etwa 7.000
  • 2001/02 etwa 4.000
  • 2002/03 etwa 17.000
  • 2003/04 etwa 6.000

In dieser Tabelle werden also pro Jahrgang die Übersterblichkeiten erfasst. Mit den Grippetoten haben diese Angaben aber auch nur indirekt etwas zu tun. Da spielen wohl noch eine ganze Reihe anderer Faktoren mit. Aber trotzdem ist es schlau die Zeiträume Influenzasaison zu nennen.

Ich frage mich nur noch: "wie kommt dann das statistische Bundesamt für die Jahre 1998 und 1999 auf folgende Zahlen?":

"Übrigens: Im Jahr 1998 erkrankten in Deutschland etwa 9 000 Menschen so schwer an Grippe, dass sie stationär im Krankenhaus behandelt werden mussten. 239 Personen starben 1998 an Grippe (1999: 364 Personen)."

Wenn also von 9000 Menschen, die wegen schwerer Influenza eingeliefert werden, 239 Personen an den Folgen dieser Krankheit sterben entspricht das einem Prozentsatz von 2,65 Prozent. Würde man diese Rechnung eins zu eins auf die aktuellen Zahlen, die 3sat.online gerade vom AGI veröffentlicht (04.09.2003) hat, anwenden, ergeben sich bei 24.000 wegen schwerer Influenza eingelieferter Menschen eine Sterbezahl von 636 Grippetoten. Ich weiß, dass man das so einfach nicht rechnen kann. Da spielen natürlich noch mehr Faktoren mit. Aber die grobe Zahl sollte bei normalen Verhältnissen ohne Ausbruch einer Epidemie im grünen Bereich liegen.

Doch 3sat.online schreibt in seinem Artikel:

"Die ungewöhnlich starke Grippewelle des vergangenen Winters [also 2002] hat in Deutschland rund 16.000 Menschen das Leben gekostet. Damit lag die Zahl weit über dem Durchschnitt von 5000 bis 8000 Grippetoten pro Jahr, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin mit."

Aber wie kommt man ohne eine kleine Epidemie auf Zahlen von bis zu 16.000 Toten? Woher haben die Menschen bei der AGI diese Zahlen? Mal davon abgesehen, dass der Durchschnitt schon völlig aus der Luft gegriffen scheint, kann man diese Zahlen nur kritisch bewerten. Weiterhin wird in dem besagten Artikel auch wieder die ältere Bevölkerung ab 65 Jahren für die Zahlen herangezogen. Irgendwie muss man die Statistik ja passend machen können. Deswegen wird ja auch im Zusammenhang mit diesen Zahlen immer das Wort Schätzung benutzt.

Ich werde in den nächsten Tagen mal versuchen etwas Genaueres von der AGI direkt zu erfahren.

Nachtrag vom 14.11.2005:

Auch das RKI hat erkannt, dass diese Zahlenschieberei einen Widerspruch in sich darstellt und hat schnell eine Powerpointpräsentation nachgeschoben. In dieser Datei erfahren wir das:

  • man auch Lungenentzündungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen etc. mit in die Statistik nehmen kann um die hohen Zahlen zu rechtfertigen
  • "Influenza als Todesursache selten ärztlich dokumentiert bzw. labordiagnostisch nachgewiesen" ist und somit nicht gerade als aussagekräftig zu werten ist
  • eigentlich nur alte Leute angeblich an den Folgen der Influenza (keine Details bis jetzt gefunden) daran sterben (aber auch nicht gerade viele im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung)
  • das alles nur auf Schätzungen und Annahmen basiert und keinen Wert hat
  • wir jetzt genauso schlau sind wie vorher

Danke liebes Robert-Koch-Institut!

Weiterer Nachtrag vom 15.11.2005:

Man teilte mir per E-Mail mit, dass es sich bei den Zahlen vom RKI (AGI) ja nur um Schätzungen handelt, die im voraus oder nachträglich erstellt werden. Das mag ja richtig sein und sollte hier nicht im Text untergehen.

Das ändert aber nichts am Betrug, der über die Medien gesteuert wird.

Warum werden die Berechnungen auf denen die Statistiken basieren nach knapp 10 Jahren nicht den tatsächlichen Zahlen angepasst. Wie kommt man nach so einer langen Zeit immer noch zu solch abweichenden Ergebnissen? Die Antwort ist einfach: "Weil alle bei uns abschreiben!"

Warum lässt das RKI solche Zahlen von der Presse falsch wiedergeben ohne eine Richtigstellung zu verlangen. Fast nirgendwo wird in der Presse erwähnt, dass es sich um eine Schätzung handelt. Man lese sich den o.g. Artikel bei 3sat.online durch und sehe, dass dort alle Schätzungen als bare Münze übernommen worden sind. Man spricht dort von 16.000 Grippetoten. Und das ist ja genau das Ziel des RKI.

Oder man schaue z.B. in die seriöse Tageszeitung Die Welt und finde das hier:

"Stienen betont, daß die Vogelgrippe in Asien zwar zu 60 Todesfällen führte, es in Deutschland jährlich aber zwischen 7000 und 14 000 Grippetote gebe." (eben nicht!)

Besonders herrlich finde ich die Startseite von www.grippe-online.de. Dort heißt es:

"Wussten Sie schon ...

dass in der Grippe-Saison 2004/2005 alleine in Deutschland über 20.000 Todesopfer zu beklagen waren?"

Tut mir leid. Das wusste ich wirklich nicht. Weil es ja auch nicht stimmt! Lieber schlecht abschreiben, als selber recherchieren.

Nochmals Danke!

PS: Ich habe mir gerade auf den Seiten der "Gesundheitsberichterstattung des Bundes" alle Daten für die letzten Jahre angeschaut. Hier komme ich im Jahr 2003 wieder auf 300 Grippetote die sich aus 25 Grippetoten mit nachgewiesener Influenza und 275 Grippetoten mit nicht nachgewiesenen Influenzavirus zusammen setzen. Selbst diese Zahlen finde ich merkwürdig. Natürlich erhalte ich ein wunderbares Ergebnis, wenn ich alle Menschen mit der Todesursache Pneumonie hinzuzähle (21822 Tote). Deshalb steht in der Statistik ja auch "Grippe und Pneumonie". Das soll wohl die schwammige Berechnung (Schätzung) rechtfertigen. Diese Statistiken sind einfach nicht brauchbar um daraus ein Risiko oder Bedrohungsszenario abzuleiten!

Weitere Ergänzung zum Thema Pneumonie (Lungenentzündung):

Wer sich einmal durchliest, was alles zu einer Pneumonie führen kann, der kann nur noch an der Statistik des RKI zweifeln. Einfach mal nachlesen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Pneumonie.

Dann wird man auch ohne medizinisches Fachwissen feststellen, dass ein Virus nur eine von vielen Ursachen ist. Wie kommen die schlauen RKI/AGI-Meschen denn nun auf solch astronomische Zahlen? Und das wo sie auch noch in ihrer Präsentation selber folgendes schreiben: "Influenza als Todesursache selten ärztlich dokumentiert bzw. labordiagnostisch nachgewiesen".

Woher kommen die Zahlen?

Das versuchen wir jetzt mal zu klären und schauen mal auf die Seiten der Gesundheitsberichterstattung des Bundes wo alle Statistiken für jedermann zugänglich sind. Dort ruft man sich eine Tabelle der Grippe-Sterbefälle ab (für das Jahr 2004) und erhält folgende Werte:

Grippe und Pneumonie (J10-J18) - 19.094 Fälle

J11 Grippe, Viren nicht nachgewiesen - 116 Fälle

J10 Grippe durch nachgewiesene Influenzaviren - 9 Fälle

Und? Fällt dem Leser etwas auf?

Das RKI schreibt in seinem Influenzasaisonbericht 2004/05 folgendes:

"Die geschätzte Zahl von Todesfällen, die mit Influenza in Zusammenhang stehen, beträgt 15.000 bis 20.000."

Beispiel 1: Bis zu 15 000 Grippetote pro Jahr

14. Februar 2007, 00:00 Uhr

In Deutschland erkranken jedes Jahr vier bis zehn Prozent der Bevölkerung an Grippe (Influenza). Bis zu 4,5 Millionen Krankschreibungen gibt es deswegen. Das Robert-Koch-Institut geht von jährlich 5000 bis 15 000 Grippetoten in Deutschland aus. Die Viren werden durch Händeschütteln oder Anhusten aufgenommen, gelangen in Mund oder Nase, befallen Schleimhautzellen und vermehren sich dort explosionsartig. Bei einem Erkrankungsfall sollten die übrigen Familienmitglieder zur Vorbeugung Viren hemmende Mittel in halber Dosierung nehmen (Neuraminidase-Hemmer: Tamiflu, Relenza), rät Lungenfacharzt Dr. Martin Ehlers. "Beide Medikamente sind dafür jetzt zugelassen." Die Mittel blockieren die Verbreitung der Erreger. Wenn die Grippe ausgebrochen ist, können die Wirkstoffe den Krankheitsverlauf abschwächen. Doch muss mit der Behandlung innerhalb von 48 Stunden (besser 24 Stunden) nach Auftreten der Symptome begonnen werden. Die Mittel sind verschreibungspflichtig. Ob die Kasse die Kosten (ca. 30 Euro) trägt, muss im Einzelfall mit dem Arzt geklärt werden.cri

Beispiel 2: Jedes Jahr 15 000 Grippetote

5. September 2002, 00:00 Uhr

Berlin. In Deutschland sterben jedes Jahr etwa 15 000 Menschen an Grippe. Die Influenza sei damit nach wie vor die Infektionskrankheit mit der höchsten Sterberate, warnten Ärzte gestern in Berlin anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI). Da das Grippevirus sehr wandlungsfähig ist und auch bei Vögeln und vielen Säugetieren vorkommt, sei an eine Ausrottung nicht zu denken. Die AGI kündigte Programme an, um die Impfrate weiter zu erhöhen. Die Zahl der in Deutschland verabreichten Impfungen stieg in den vergangenen zehn Jahren von 1,5 auf 15 Millionen pro Jahr.dpa

Bitte bleiben Sie gesund und gehen Sie liebevoll mit sich um.
Ihr Gerd Schaller

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